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Adam ist ein netter Kerl, aber ein bisschen schüchtern.
Mode und Lifestyle bedeuten ihm nichts, etwas halbherzig
studiert er Anglistik, hauptsächlich aber ist er
mit diversen Aushilfsjobs beschäftigt. Eine ungewöhnliche
Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang, als sich die energische
Kunststudentin Evelyn in den Kopf setzt, eine Skulptur
in eben dem Museum mit Farbe zu besprühen, in dem
Adam als Aufsicht tätig ist. Sein zaghafter Versuch,
die Skulptur zu verteidigen scheitert an Evelyns Charme
- und an ihren Argumenten: das Feigenblatt, das dem
männlichen Torso nachträglich verpasst wurde,
ist verlogene Zensur! Die Kunstdebatte, die sich zwischen
den beiden entspinnt, ist für Adam willkommener
Vorwand, Evelyns Telefonnummer zu erbetteln - die er
auch bekommt. Adam kann das Glück kaum fassen,
dass sich eine Frau wie Evelyn für ihn interessiert.
Aus Liebe zu ihr unterzieht er sein Leben - innerlich
wie äußerlich - nach und nach einer "Totalrevision",
sehr zur Verwunderung seiner Freunde Phillip und Jenny.
Die alte Freundschaft geht in die Brüche. Die Liebe
fordert Ihre Opfer - wie die Kunst
***
Neil LaBute (Jahrgang 1961): "In
'Das Maß der Dinge' geht es um Beziehungen, was
sonst? Ich habe die letzten Jahre viel in diesem Territorium
geschürft, und ich sehe keinen Grund, mich im Moment
anderswo umzusehen. Menschen sind sowieso verdammt faszinierend,
aber steckt man sie zusammen, dann verblüffen sie
erst recht... Das Stück dreht sich auch ein bisschen
um Kunst, denke ich. Was Kunst ist, was nicht. So in
etwa. Und dass Künstler, wenn sie Kunst produzieren,
immer ein bisschen Blut vergießen müssen.
Sie sind die neuen Azteken - sie bringen Menschen um,
aber nennen es 'Opfer', weil es dann etwas freundlicher
klingt. Gute Künstler verlieren auf ihrem Weg viele
Freunde... Meine persönliche Maxime: Kunst ist
alles, was ich nicht kann."
(Aus einem Interview anlässlich
der Uraufführung von "the shape of things"
in Londoner Almeida Theatre im Mai 2001) |